Baupläne: Futterspender, Futterhäuser

1. Futterspender aus Holz

Materialliste:        
1+2  =  220 x 155 mm
3  =  130 x 100 mm
4  =  180 x 100 mm
5  =  135 x 100 mm
6  =   55 x 100 mm
7  =   65 x 100 mm
8  =   35 x 100 mm
9  =  200 x 170 mm
10  =  6 Leisten, min. 10 x 14 mm
11  =  Stange, 14 x 100 mm
12  =  2 Holzschrauben
oder Ringschrauben
   +  Drahtbügel, Nägel, Leim
Futterspender aus Holz

Die Ziffern in der Seitenansicht des Futterspenders entsprechen denen der Materialliste. Die Plattenmaße (Nr. 19 beziehen sich auf »Multiplex« (oder Sperrholz) von 12 mm Stärke: Eine etwas geringere Dicke (9 mm) ist möglich. Vorder- und Rückwand, Boden und weitere Innenteile sind alle gleich breit (hier: 100 mm) und werden zwischen die Seitenplatten [1] und [2] geleimt und genagelt. Natürlich kann der Automat auch breiter (oder auch schmaler) als insgesamt 12,4 cm sein, doch sind mehrere schmale Silos mit verschiedenen Körnersorten einem großen mit einer Futtermischung vorzuziehen.

Auch die Höhe – und geringfügig auch die Tiefe – kann variiert werden, nicht jedoch die Durchlaßweite für das Futter: Die Unterkante von [5] sollte immer knapp 2 cm Abstand zu [6] und [7] und 2,5 cm Abstand zum Brettchen [8] halten, welches wiederum 5 mm über die Unterkante von [5] hinausragen sollte. Der Anflug wird durch ein Brettchen (50 x 100 mm) oder eine Sitzstange [11] erleichtert, die man vor [8] befestigt. Die äußeren Leisten [10] unter dem Schrägdach [9] halten das Regenwasser ab, zwei innere Leisten halten das Dach an seinem Platz. Die Aufhängung geschieht z. B. mit einem Drahtbügel und zwei (möglichst rostfreien) Holzschrauben oder Ringschrauben, die man in die Vorder- und Rückwand dreht.


Großer Kunststoffautomat

2. Großer Kunststoffautomat

Geeignet hierfür sind z. B. kleine Kunststoffeimer mit festverschließbarem Deckel. Auf der Suche nach geeignetem Material stieß der Autor auch auf einen 7-Liter-Behälter (»Mini-Oskar« von Rubbermaid, ca. 8 DM), dessen Deckel mit zwei Metallklammern wasserdicht zu verschließen ist und der auch für die Futterlagerung empfohlen sei.

Für den Abfluß des Körnerfutters besorgt man sich einen Trichter (oder einen kleinen Kunststoff-Blumentopf oder ein kleines HT-Reduzierstück für Abflußrohre); je weiter der obere Durchmesser ist, desto besser rutscht das Futter.

Den Trichter steckt man von innen bis zu seinem Rand in ein sorgfältig ausgesägtes kreisrundes Loch im Boden des Eimers und verklebt ihn dort (z. B. mit der Heißklebepistole). Den unteren Teil des Trichters sägt man ab und befestigt hier stattdessen mittels Schrauben und eines Metallochstreifens einen kleinen Blumenuntersetzer, auf dessen Rand sich die Vögel festkrallen werden. Eine gleichzeitig daruntergeschraubte Stange erleichtert das Anfliegen.

Der fertige Automat wird entweder an seinem Metallbügel (normaler Eimer) oder mit einem Seil an den beiden Metallklammern (s. Abb.) aufgehängt; um eine Schräglage zu verhindern, sollte man das Seil jeweils in der Mitte der zwei Bügel befestigen, was sich z. B. durch Aufschrauben von Lochstreifen bewerkstelligen läßt.


3. Spender für Vogelhäuser

 Bestandteile:        
 1 = Dach des Spenders
 2 = Deckel
 3 = HT-Rohr, 22 cm
 4 = Dach des Futterhauses
 5 = Untersetzer
 6 = Boden
Vogelhaus-Spender 2

Dieser einfache Automat eignet sich für Futterhäuser, die sein nachfüllen von oben gestatten. Er besteht im wsentlichen aus einem Kunststoff-Rohrstück (HT-Abflußrohr, 15 cm, im Bau- oder Heimwerkermarkt), das man mit drei kleinen Winkeln über einem biegsamen, also nicht brüchigen, Topfuntersetzer auf den Boden des Futterhauses schraubt (Abb. links). Das Dach muß in diesem Fall aufklappbar oder der Boden wie eine Schublade herausziehbar sein.

Wenn das Rohr nach oben aus dem Dach herausragt, benötigt man keine Wikel, dafür aber ein Dichtungsmittel (z. B. Silikonkautschuk oder Heißkleber), damit kein Regenwasser außen am Rohr in den Untersetzer läuft, und einen passenden HT-Abschlußdeckel; da dieser eingesteckt wird, also das Rohrstück nicht umschließt, sollte er mit einem Holzdach abgedeckt werden (s. Abb. rechts).

Natürlich lassen sich Kunststoffrohre mit angeschraubtem Untersetzer auch als freihängende Futterampeln verwenden; das Dach muß in diesem Fall besonders groß sein, um eine Vernässung des Futters im Untersetzer auszuschließen.


3 Fettfutter-Spender

4. Fettfutter-Spender

1. Das rechts abgebildete Gerät besteht aus drei Holzteilen: einem waagerechten dach (ca. 25 x 15 cm), einer gut 30 cm langen ca. 5 bis 10 cm breiten Leiste und einer Anflugstange. Natürlich kann man zwischen den oberen und unteren Behältern eine weitere Stange durch die Leiste stecken, wirklich notwendig ist sie aber für klettergewandte Meisen nicht. Die Behälter – halbierte Kokosnüsse, Blechdosen mit stumpfem, wulstigen Rand, Kunststoffdosen etc. – werden in leerem Zustand mit Schrauben und Muttern auf beiden Seiten der Keiste befestigt und anschließend in zwei Arbeitsgängen gefüllt. Die Aufhängung erfolgt durch eine Ringschraube im Dach sowie etwas Blumendraht oder einen S-Haken.

2. Das mittlere Futtergerät besteht nur aus einem mindestens 30 cm langen Kantholz und einem kleinen Dach mit einer Ringschraube. In die breite Fläche des Kantholzes bohrt bzw. fräst man im Bohrständer große Löcher, die das Fett-Flocken-Gemisch aufnehmen. Geeignete Maschinenvorsätze sind z. B. »Forstnerbohrer« wie sie für 35-mm-Topfscharniere verwendet werden, oder sogenannte »Lochsägen« mit variablem Durchmesser (etwa 25–65 mm), die das Holz ganz durchbohren. Wer Langlöcher (auf der Abb. unten) bevorzugt, muß zwei oder mehrere Löcher miteinander verbinden: Sacklöcher mit einem Fräser, durchgebohrte Löcher z. B. mit der Stichsäge. Das natürlichste Futterholz erhält man, wenn man die Löcher in ein dickes Baumstamm- oder Astsegment mit Rinde bohrt und dieses mit einer kräftigen Ringschraube aufhängt. An Naturholz müssen sich z. B. Baumläufer und Spechte nicht erst gewöhnen.

3. Das rechts abgebildete Gerät ist ein »Knödelspender«, der sich z. B. aus einem Kunststoff-Wasserrohr (Ø 70 mm) basteln läßt: In den unteren Rand bohrt man kleine Löcher zur Befestigung eines kleinen Netzes, durch welches die Knöfel mit den Schnäbeln erreichbar sind. Das Nachfüllen erfolgt von oben.


5. Vogelfutterhaus mit Schublade

Der Bau dieses Vogelfutterhauses erfordert zwei Sorten Holz: Die Profilhölzer ("Leisten") sollten aus hartem Massivholz bestehen und gerade sein. Für die Platten eignet sich wasserfest verleimtes Sperrholz, also Multiplex- oder Siebdruckplatte. Klassisch verleimtes Sperrholz, Tischlerplatten oder gar beschichtete Spanplatten sind völlig ungeeignet; Massivholz von Nadelbäumen (18/19 mm) wäre schon eher geeignet, verzieht sich aber leicht. Je sorgfältiger das Holz verarbeitet ist, desto langlebiger und hygienischer ist später das Vogelhaus. Das Dach kann aus Holzplatten bestehen, die mit Dachpappe oder Blech geschützt werden – oder gleich aus einer stabilen gebogenen Metallplatte.

3 Fettfutter-Spender   a = 2 Profilhölzer 3,5 x 2,8 x 40 cm
      1 Profilholz ca. 3,5 x 2,8 x 36,4 cm
      4 Profilhölzer ca. 3,5 x 2,8 x 17,5 cm
b = Multiplex-/Siebdruckplatte 15 mm: 40 x 20 cm
c = Multiplex-/Siebdruckplatte ca. 48/50 x 7 cm
d = 2 Multiplex-/Siebdruckplatten ca. 60 x 30 cm
e = Dreiecks-Profilholz 120°, Länge: 40 cm
 f = Multiplex-/Siebdruckplatte 12 mm, 39 x 35,8 cm
g = Profilholz 1,2 x 1,2 x 34,2 cm
h = Multiplex-/Siebdruckplatte 15 mm: 15 x 25 cm
 i = Pfosten, Stärke: 10/12 cm
k = 2 metrische Schrauben 6 x 40 mm
      2 Unterlegscheiben + 2 Flügelmuttern
 l = Dachpappe, Alublech etc.

Weiteres Material sind drei Aluminium-U-Profile (z. B. 15 x 10 mm), in der die Schublade auch nach Jahren noch leicht schieben läßt, Zweikomponenten-Kleber, Edelstahl-Holzschrauben, Holzschutz-Lasur. Dies sind die Arbeitsschritte:

Vogelfutterhaus mit Schublade   Vogelfutterhaus mit ausgezogener Schublade
Vogelfutter auf stabilem, schwerem Ständer ...   ... hier mit ausgezogener Schublade

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