Efeugewächse · Araliaceae
Gattung: 
Efeu
(Hedera) ·

Wassernabel
(Hydrocotyle)
♣ Hedera ♠ H. colchica – Kaukasus-Efeu (Neophyt)
 |
| Der Kaukasus-Efeu ist zwischen dem Schwarzen und Kaspischen Meer sowie im Kaukasus verbreitet |
 |
♣ Hedera ♠ H. helix – Efeu
 |
| Oben: blühender Efeu mit Wein Ende September an der Feste Zons; unten an einer Gartenmauer |
 |
 |
|
 |
Colletes hederae an Efeu (Hedera helix) |
|
Colletes hederae · Maastricht (NL), 14.09.2008 |
Wer im Frühherbst die wenigen noch fliegenden Insekten am blühenden Efeu beobachtet, sollte die beiden Blühstadien dieser Kletterpflanze kennen: Aus den blaßgrünen runden Knospen entsteht zunächst das erste, männliche Stadium: An der Peripherie der (leicht abgeflachten) Blütenscheibe wachsen zwischen den Blütenblättern sechs 2–3 mm lange Fäden mit hellgelben Staubbeuteln, die schließlich aufplatzen und (nach dem Abernten) bräunlich werden und abfallen. Das folgende, weibliche Stadium der Blüte ist mit der kleinen stutzenförmigen Narbe so unscheinbar, daß es leicht mit einer Knopse verwechselt wird; Insekten – etwa die auf Efeu spezialisierte Efeu-Seidenbiene (Colletes hederae) – können aber von der Scheibe bequem den offen dargebotenen Nektar ablecken, und dabei hinterlassen sie den Pollen auf der empfängnisbereiten Narbe.
 |
| Blühendes Efeu (Hedera helix) an einem Bergischen Fachwerkhaus. Die Kletterpflanze richtet keinen Schaden ab, wenn man sie an einer sorgfältig verputzten, fugenlosen Fassade wachsen läßt. |
♣ Hydrocotyle – Wassernabel
Die Gattung Hydrocotyle wurde 1753 von Linné (latinisiert: Linnaeus) aufgestellt und lange den Doldenblütlern (Apiaceae) zugeordnet, bevor sie schließlich in die Familie Araliaceae gestellt wurde. Wassernabel-Arten haben lange, dünne kriechende Stengel und zu diesen senkrecht stehende Blattstiele mit flachen welligen rundlichen Blättern; an oder auf Gewässern können sie dichte Matten bilden. Im Englischen werden sie aufgrund ihrer Blattform als pennywort bezeichnet (floating pennywort, water pennywort, thick-leaved pennywort, marsh penny), wobei wort em deutschen wurz entspricht. Aquarianer kennen den anspruchslosen Brasilianischen Wassernabel (Hydrocotyle leucocephala), der sich schwimmend auf der Wasseroberfläche eines Warmwasserbeckens vermehrt und ausbreitet. Der Amerikanische Wassernabel (Hydrocotyle verticillata) hingegen eignet sich eher für Palludarien, wo er emers bei mäßigen Temparaturen (15–25 °C) gedeiht. In Mitteleuropa kommt nur eine Art vor: Hydrocotyle vulgaris, der Gewöhnliche Wassernabel.
♣ Hydrocotyle ♠ H. vulgaris – Gewöhnlicher Wassernabel
 |
| Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris) · Solingen, 16.08.2008 ↑ · Bonn, Bot. Garten, 16.06.2013 ↓ |
 |
Falls am linken Bildschirm-Rand keine Verweisleiste zu sehen ist, klicken Sie bitte auf
, um den gesamten Frameset anzuzeigen.