Spindelbaumgewächse · Celastraceae
Gattung: 
Pfaffenhütchen
(Euonymus)
♣ Euonymus ♠ E. europaeus – Pfaffenhütchen | Gemeiner Spindelstrauch
Drei Arten können bei uns vorkommen:
- Europäisches Pfaffenhütchen bzw. Gemeiner Spindelstrauch (Euonymus europaeus): 2–6 Blüten
- Breitblättriges Pfaffenhütchen (Euonymus latifolia): 6–15 Blüten pro Blütenstand
- Japanisches Pfaffenhütchen (Euonymus japonica): mit glänzenden immergrünen Blättern, verwildert
Das Pfaffenhütchen (auch: Gemeiner bzw. Gewöhnlicher Spindelstrauch) ist ein 1–7 m hoher Strauch bzw. Kleinbaum mit breiter Krone und 3–10 cm langen und 2–3,5 cm breiten länglichen lanzettlichen bis eiförmigen Blättern an 5–12 mm langen Blattstielen. Die Blütenblätter sind grünlich bis weiß. Blütezeit: Mai–Ende Juni. Die Kapselfrucht erinnert mit den vier zurückgeschlagenen purpurroten Fruchtblättern an das Birett eines Priesters, daher der Name "Pfaffenhütchen"; "Spindelstrauch" hingegen erinnert daran, daß man das feinporige Holz früher zu Spindeln drechselte. Die im Spätsommer aufspringenden Früchte werden durch Vögel verbreitet, keimen aber erst nach 4–5 Jahren. Die Vermehrung erfolgt aber überwiegend vegetativ. Alle Pflanzenteile des Spindelstrauches sind giftig, vor allem die Samen; 2006 wurde das Pfaffenhütchen zur Giftpflanze des Jahres gewählt.
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Befall mit der "Pfaffenhütchen-Gespinstmotte" (Yponomeuta cagnagella) |
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