Schwanzmeisen – Aegithalidae
Artenportraits:   Aegithalidae ·  Schwanzmeise

Schwanzmeisen sind – um den irreführenden deutschen Namen der Aegithalidae sogleich zu korrigieren – keine Meisen, wohl aber mit diesen verwandt. Der zweite Teil des Trivialnamens verweist zudem auf ein Merkmal, das alle Vögel bzw. Singvögel aufweisen, allerdings selten in dieser Länge. (Eigentlich mte die Familie also "Langschwänzige Meisenverwandte" heißen.) So lang der Schwanz, so kurz und stumpf ist ihr Schnabel und so gedrungen (rundlich pummelig) erscheint ihr Körper. Auch ohne den typischen langen und schmalen Insektenfresser-Schnabel ernähren sie sich ganz überwiegend von allen Entwicklungsstadien kleiner Insekten und Spinnen.
    Schwanzmeisen sind tagaktiv und außerhalb der Brutzeit in Trupps von bis zu 20 Mitgliedern unterwegs; sie fallen folglich schnell auf, wenn sie mit kurzen hohen Kontaktrufen auch den interessierten Vogelfreund auf sich aufmerksam machen und an dünnen Zweigen hängend und hüpfend nach Nahrung suchen. Ihre ungewöhnlich langen Steuerfedern nutzen sie dabei wie eine Balancierstange. Anders als Meisen nutzen Schwanzmeisen nicht unsere Meisen-Nistkästen, sondern bauen sich ihre sitzenden oder hängenden Nester in hohem Gebüsch oder Bäumen selber. Als Insekten- und Spinnenfresser sind sie auf einen natürlichen Lebensraum angewiesen, Besitzer eines Naturgartens können die hübschen Vögel also gelegentlich auch von ihrer Terrasse aus beobachten. Im Winter, der dieser Vogelart regelmäßig große Verluste beschert, kann man sie manchmal auch an Meisenknödeln picken sehen.

Ordnung:    Passeriformes Linnaeus 1758 – Sperlingsvögel
    Unterordnung:        Passeri bzw. Oscines Linnaeus 1758 – Singvögel
        Familie:            Aegithalidae Vigors 1825 – Schwanzmeisen
            Gattung:                Aegithalos Scopoli 1769 – Schwanzmeisen
                Arten:                    Aegithalos caudatus (Linnaeus 1758) – Schwanzmeise Schwanzmeise

Schwanzmeise
Schwanzmeise (Aegithalos caudatus)  mit Nistmaterial · Hilden, 17.02.2019

Literatur: Verweise:

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