Einleitung: Amphibien- bzw. Lurcharten

Was ein Lurch ist, scheint vielen Menschen klar: ein kleines feuchtes Tier mit oder ohne Schwanz, das im Wasser, auf feuchten Wiesen oder im Wald lebt; "Lurchi", der schwarz-gelbe Salamader der gleichnamigen Schuhmarke, ist vielen ein Begriff, ebenso die Molche und kleinen Frösche, die viele noch als Kinder vor Jahren in großen Massen gefangen haben. Dennoch werden auch Eidechsen, wenn man sie denn einmal sieht, manchmal für "Salamander" oder "Lurche" gehalten – die Unterschiede sind trotz (oder wegen?) des Biologie-Unterrichts in den Schulen nicht immer klar. Dabei ist eigentlich recht einfach zu entscheiden, welche Tiere zu den Lurchen bzw. Amphibien zählen: kleine wechselwarme Wirbeltiere, die (anders als Eidechsen, Schlangen und Schildkröten) Trockenheit und die pralle Sonne meiden, die sich in der Regel im Wasser fortpflanzen und auf dem Weg dorthin oft zu Hunderten plattgefahren werden – und die jeder Laie in zwei Gruppen bzw. "Ordnungen" einteilen kann:

Bergmolch   Erdkröte
Schwanzlurche (Urodela / Caudata)   Froschlurche (Anura / Salientia)

Fachbegriffe & Abkürzungen (Nach außerhalb dieser Rubrik Glossare):

Häufige Fachbegriffe
adulterwachsen, fortpflanzungsfähig; noch nicht adulte Tiere sind subadult.
AlbinismusWeißfärbung durch Pigmentmangel, da kein Melanin gebildet wird, unpigmentierte Augen
AmplexusUmklammerung von Froschlurch-Weibchen durch Männchen; Klammerreflex.
Amplexus lumbalis: Umklammerung in der Hüft- bzw. Lendengegend des Weibchens;
Amplexus axillaris: Umklammerung hinter den Vorderbeinen des Weibchens; das Männchen steigt auf dessen Rücken und besitzt oft Brunstschwielen an den Fingern.
aquatischWasser...; die aquatische Phase ist der Zeitraum im Laichgewässer
Detritusorganische Zersetzungssubtanz
FlavismusGelbfärbung durch Hemmung der Pigmentbildung
Geschlechts-dimorphismusUnterschied(e) zwischen Männchen und Weibchen einer Art hinsichtlich ihrer Größe und/oder Form (und Färbung)
juveniljugendlich, noch nicht geschlechtsreif
LeukismusWeißfärbung mit pigmentierten Augen durch Fehlen der Melanozyten
MetamorphoseUmwandlung einer Larve in das (zunächst juvenile) Geschlechtstier
NeotenieEintritt der Geschlechtsreife bereits im Larvalstadium, also ohne Metamorphose
Parotidenauch Parotoiddrüsen: paarige Ohrdrüsenwülste hinter den Augen mancher Amphibien
PrädationErbeutung durch einen Freßfeind (= Prädator)
Sukzessionnatürliche Abfolge von Pflanzengesellschaften bzw. Vegetationsphasen (Verbuschung): Grasphase → Staudenphase → Strauchphase → Baumphase
terrestrischLand...; die terrestrische Phase ist der Zeitraum an Land nach der Laichsaison
VertebralstreifenRückgratstreifen, Rückenlinie über der Wirbelsäule (s. Kreuzkröte oder Wasserfrösche)

Abkürzungen
GLGesamtlänge (KRL + Schwanz)
KRLKopf-Rumpf-Länge, also bei Wirbeltieren von der Schnauzenspitze bis zur Schwanzwurzel
MMännchen
WWeibchen

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