Umweltschutz: Wasser im "Überfluß"?

  Regentonne mit Fallrohrschütte

Wasser ist ein Naturprodukt und scheinbar im Überfluß vorhanden – zumindest in Mitteleuropa. Nicht die Menge des verfügbaren Nasses ist primär für den meist hohen Wasserpreis verantwortlich, sondern die Säuberung und Bereitstellung über ein großes, wartungsbedürftiges Leitungsnetz. Dennoch ist die Vorstellung einer unbegrenzten Ressource falsch. Einige Fakten:

Eine "Nutzungsart" fehlt noch: die Verschwendung durch den undichten Wasserhahn. Verliert dieser pro Sekunde einen Tropfen, so fließen in der Woche 118 Liter Wasser zusammen, die sich im Jahr zu einem Teich von 6136 Liter summieren. Das macht zur Zeit 31 €. Im Falle einer rinnenden Toilettenspülung sind es in der Woche gar 10.500 Liter bzw. 53,84 €. Auf ein Jahr hochgerechnet sind das 546.000 Liter oder 2.800 €, die im Abfluß versickern. Das muß nicht sein.

Gegen solche Verschwendung läßt sich einiges tun – und mit dem Geldbeutel zugleich auch die Natur und Umwelt entlasten:

Es gibt allerdings auch falsche Sparsamkeit: etwa wenn – wie 2003 zu beobachten – die Straßenbäume nicht nur unter dem Verkehr und der massiven Versiegelung ringsum, sondern auch unter einer langen Hitzewelle zu leiden haben. Leider ist dann immer wieder von Zeitgenossen zu hören, die zwar verschwenderisch ihren "kostbaren" Garten bewässern, aber für die Bäume außerhalb ihres Grundstücks keinen Eimer Wasser übrighaben. Da die Feuerwehr oft erst anrückt, wenn die Bäume schon Schaden genommen haben, sollte der Naturfreund den Sauerstoffspendern mit ein paar Gießkannen voll Wasser unter die Äste greifen!


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