Ohrwurm-Schutz  ·  · · ·

Forficula auricularia: Ohrwurm-Quartiere

Der Ohrwurm (Forficula auricularia) ernährt sich omnivor, d. h. sowohl von Pflanzenteilen, Früchten und Samen als auch Insekten (meist Blattläusen und ihren Eiern) sowie Spinnmilben. Auch Wildbienen-Nester werden "geräubert". Die geselligen Tiere sind nachtaktiv, tagsüber ruhen sie in oft großen Mengen in geeigneten Verstecken, etwa in Ritzen und Spalten im Boden oder in (Bruchstein-) Mauern, hinter abstehender Rinde, unter Steinen, Laub und Totholz, in heruntergefallenen Früchten. In naturnahen Gärten sind solche Verstecke in der Regel vorhanden, künstliche Behausungen daher nicht nötig.

Ohrwurm blockiert Bienen-Nest
Hier blockiert ein Ohrwurm den Nesteingang einer Seidenbiene (Colletes hederae). Er könnte es auf die Nahrungsvorräte (Efeupollen und schon gelegte Eier) der Solitärbiene abgesehen haben oder das Nest als praktisches Tagesversteck nutzen – oder beides. Bonn, Botanischer Garten, 10.10.2014.

Künstliches Ohrwurm-Quartier
Wer glaubt, Forficula auricularia könnte in seinem Garten zu wenige sichere Verstecke finden, kann den Tieren künstliche witterungsbeständige Quartiere aus Holzbeton anbieten. Im Nistkasten-Handel findet man z. B. becherförmige Wohnhöhlen ("Hülsen" mit einer Öffnung) und scheibenförmige Quartiere (zwei Scheiben mit Zwischenraum und seitlicher Öffnung), die jeweils auf ein Zweigende gesteckt werden.

Künstliches Ohrwurm-Quartier   Künstliches Ohrwurm-Quartier
Ohrwurm-Quartier, aufgesteckt auf einen kurzen Aststummel · Solingen, 25.02.2025   Scheibenförmiges Ohrwurm-Quartier, auf ein Zweigende "aufgespießt" · Solingen, 24.02.2025

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