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Insekten fotografieren

Makroausrüstung für die Insektenfotografie:

  • Spiegelreflexkamera
    alternativ: Systemkamera
  • 100-mm-Makroobjektiv
    alternativ: 180 mm
  • Ringblitz
    alternativ: Zangenblitz
  • nicht abgebildet: Makro-Stativ für unbewegliche Entwicklungsstadien oder schlafende Insekten

  Makroausrüstung

Insektenfotografie ist Makrofotografie. Gemeint sind damit Nahaufnahmen ab dem Abbildungsmaßstab 1 bzw. 1:1, bei dem das Motiv (Objektfeld) genauso groß ist wie der Bildsensor in einer Digitalkamera. Im Falle einer (teuren) Vollformatkamera (Spiegelreflex- oder Systemkamera) ist der Sensor so groß wie der Dia- bzw. Negativ-Film in einer Analogkamera (35-mm-Film-Kamera), also ca. 36 x 24 mm. Eine mittelgroße, also ca. 12 mm lange Wildbiene oder Wespe nimmt also nur ein Drittel der Sensorlänge ein, die übrigen zwei Drittel zeigen das Umfeld des Insekts.

Preiswertere Digitalkameras besitzen einen kleineren Sensor, der folglich nur einen Teil dessen aufnimmt, was mit dem Vollformat möglich wäre. Um dessen Objektfeld dennoch abzulichten, muß sich der Fotograf etwas vom Objekt entfernen: ein in der Insektenfotografie willkommener Aspekt, der Aufnahmen außerhalb der Fluchtdistanz vieler Arten erleichtert. Der sich so ergebene Tele-Effekt wird durch einen Verlängerungsfaktor angegeben, der für das beliebte APS-C-Format 1,6 (oder 1,5) beträgt; für ein 100-mm-Makroobjektiv ergeben sich somit komfortable 160 mm.

Große Insekten, Insektenansammlungen oder -nester lassen sich auch mit Kompakt- oder Bridge-Kameras aufnehmen; ein gewünschter Bildausschnitt, der das Insekt besser zur Geltung kommen läßt, kann nachträglich durch das Beschneiden des Fotos am Computer realisiert werden. Allerdings bleiben dem Naturfreund so die meisten Motive verwehrt, die den heutigen hohen Ansprüchen an die Tierfotografie gerecht werden: Wer in der "1. Liga" mitmischen möchte, kommt um die Anschaffung einer Kamera für Wechselobjektive und ein Macro-Objektiv von mindestens 100 mm Brennweite nicht herum. Zur Auswahl stehen:

Makro-Objektive

Naturlicht – Blitzlicht

Blitzgeräte sind nicht unbedingt nötig, blitzlose Aufnahmen geben die jeweilige Lichtsituation authentischer wider als Blitzfotos. Makro-Fotos mit natürlichem Licht sind dennoch problematisch:

Blitzgeräte haben den großen Vorteil, daß sie das Motiv selbst dann "einfrieren", wenn dieses (oder der Fotograf) sich bewegt. Es gibt mehrere Geräte-Typen:

Makro-Praxis

Die perfekte Makro-Fotoausrüstung garantiert noch keine perfekten Fotos, es gilt, einige Erfahrungswerte bzw. Regeln zu beachten:

Abbildungs-
maßstab
Bildformat
in mm
Belichtungs-
faktor
0,31:3,3809 x 1201,7
0,41:2,560 x 902
0,51:248 x 722,3
0,61:1,640 x 602,6
0,71:1,434 x 512,9
0,81:1,2530 x 453,2
0,91:1,127 x 403,6
11:124 x 364

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