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Häufige Fachbegriffe         (Abkürzungen Abkürzungen)
AbundanzAnzahl der Individuen einer Population auf einer Fläche.
AderungAderstruktur des Insektenflügels. Die sechs großen Longitudinaladern sind Costa (C), Subcosta (Sc), Radius (R), Median (M), Cubitus (Cu) und Analadern (1A, 2A etc.).
adulterwachsen, fortpflanzungsfähig; noch nicht adulte Tiere sind subadult.
Ala, Pl. Alaeder dünnhäutige Hinterfügel unter dem festeren Vorderflügel (Elytron bzw. Tegmen).
allochtonnicht ursprünglich in einem Gebiet vorkommend, weil von Menschen eingeschleppt.
AroliumHaftlappen am letzten Glied (Prätarsus) des Fußes (Tarsus).
bivoltin'zweizeitig': mit zwei Generationen im Jahr; Gegenteil: univoltin.
carnivorfleischfressend
Cercus, Pl. Cerci'Schwanz', Afterfühler: paarige Hinterleibs-Anhänge am letzten Hinterleibssegment.
Cervix'Hals'; Adjektiv: zervikal (siehe Zervikalsyndrom: 'Beschwerden der Halswirbelsäule')
Clypeus'Schild': Kopfschild mittig über bzw. hinter dem Labrum.
Costa'Rippe, Flanke': die erste Längsader und somit Vorderkante des Insektenflügels
Coxa'Hüfte': das erste Beinglied vor dem Femur.
Detritustotes organisches Material, Zersetzungssubstanz
dorsalrückenseitig, rückenwärts; Gegenteil: ventral
Elytron, Pl. Elytrender stärker sklerotisierte Vorderflügel (Synonym: Tegmen) über dem Hinterfügel (Ala).
Endoparasitbzw. Endoparasitoid: Innenparasit bzw. Innenparasitoid
episodischnur kurze Zeit auftretend
eutrophnährstoffreich
ExoskelettAußenskelett: äußere Stützstruktur für einen Organismus (Gegenteil: Endoskelett)
Exuviebei der Häutung abgestreiftes Exoskelett (manchmal einschließlich Schuppen oder Borsten) vor allem von Arthropoden wie Insekten, Spinnentieren und Krebstieren
Facettenaugeauch: Komplexauge, das aus einer großen Zahl winziger "Facetten" bzw. Einzelaugen besteht, die die Umwelt eines Insekts wie ein grobes Rasterfoto abbilden.
Fastigium"Stirngipfel" der Heuschrecken, bei den Kurzfühlerschrecken (Caelifera) mit Foveolae.
Femur, Femora'Oberschenkel': das zweite Beinglied zwischen Coxa und Tibia.
FlagellomereGeißelglieder nach dem Scapus (Basalglied) und Pedicellus (2. Antennensegment)
Flagellumdie "Geißel" einer Antenne nach Scapus (Basalglied) und Pedicellus (2. Antennenglied)
Foveolae"Scheitelgrübchen" der Kurzfühlerschrecken (Caelifera) beiderseits des Fastigiums.
Frons'Stirn': Kopfkapsel zwischen den Genae (Wangen) und unter/vor dem Vertex (Scheitel)
Gena, Pl. Genae'Wange' (unterhalb der Facettenauges)
Geschlechts-dimorphismusUnterschied(e) zwischen Männchen und Weibchen einer Art hinsichtlich ihrer Größe und/oder Form (und Färbung)
Habitusäußere Gestalt, äußere Erscheinungsform als generelles Bestimmungsmerkmal
Hemimetabola'Halbe Umwandler': Hemimetabole Insekten wie z. B. Heuschrecken entwickeln sich graduell, ihre Nymphen werden durch jede Häutung der Imago immer änlicher.
Holometabola'Ganze Umwandler': Holometabole Insekten wie z. B. Bienen, Käfer, Schmetterlinge etc. entwickeln sich durch eine vollständige Metamorphose, ihre Larven (bzw. Raupen) verpuppen sich, und erst aus der Puppe schlüpft die uns vertraute Imago.
humidfeucht: in humidem Klima sind die jährlichen Niederschläge größer als die mögliche Verdunstung und bewirken so eine hohe Luftfeuchtigkeit.
HygrophilieVorliebe für feuchte Standorte bzw. Biotope; Gegenteil: Xerophilie.
Imagodie ~, 'Bild': das (fortpflanzungsfähige) Endstadium der Entwicklung eines Insekts
juveniljugendlich, noch nicht geschlechtsreif
koprophil'Kot-liebend': auf (oder von) Dung lebend
Labium'Unterlippe': der hinterste bzw. unterste Teil der Mundwerkzeuge
Labrum'Oberlippe': unpaariges Mundwerkzeug oben vor der Mundöffnung
Larvein der Metamorphose ein Eintwicklungsstadium zwischen Ei und Imago. Larven ohne eigene, larventypischen Organe sind Nymphen; Schmetterlingslarven sind Raupen.
limnischin (stehenden) Binnengewässern lebend
LimnologieWissenschaft von den Binnengewässern als Ökosystemen
Maxillen'Unterkiefer'
Mimese'Nachahmung', indem ein Lebewesen in Farbe, Gestalt und Haltung seine Umgebung (teilweise) imitiert, um von optisch gelenkten Beutegreifern nicht erkannt zu werden.
Morphologiedie äußere Gestalt und Struktur des Körpers
MyiasisFliegenmadenkrankheit: der Befall von Lebewesen (Tieren, Menschen) mit Fliegenlarven, die vom Gewebe, von Körperflüssigkeiten oder vom Darminhalt ihres Wirtes leben.
NympheLarve vor allem hemimetaboler Insekten, die der Imago äußerlich bereits sehr ähnelt.
OcellenPunktaugen, als Dereieck auf er Kopfoberseite sichtbar
Occiput'Hinterkopf': Teil der Kopfkapsel hinter dem Vertex (Scheitel) und den Genae (Wangen).
oligotrophnährstoffarm
Ovipostor'Eilegeapparat': Legebohrer, Legeröhre, bei Heuschrecken zwischen den Cerci.
Paraprokte'Nebenafter': die paarigen Seitenplatten (Ventrolateralplatten) über/vor dem Ovipostor.
ParasitSchmarotzer: Organismus, der sich von einem Wirt ernährt, diesen aber nicht tötet.
ParasitoidParasit, der zunächst parasitisch an oder in seinem Wirt lebt, ihn aber schließlich tötet.
Peristom'Mundfeld', Umgebung der Mundöffnung.
Polymorphismus'Vielgestaltigkeit': das Auftreten mehrerer Genvarianten innerhalb einer Population.
PrädationErbeutung durch einen Freßfeind (= Prädator)
Primärhabitatursprünglicher, vom Menschen unbeeinflußter Lebensraum einer Art
Pronotum'Vorderbrust': "Halsschild" vor Mesonotum ('Mittelbrust') & Metanotum ('Hinterbrust').
ScapusAntennenschaft, Basisglied einer Geißelantenne; es folgen Pedicellus und Flagellum
Scutellumdas "Schildchen": die kleinere Rückenplatte des Thorax hinter dem Mesonotum
Sekundärhabitatvom Menschen geschaffener Lebensraum und Ersatz-Habitat für das Primärhabitat
Somatolyse'Verschmelzen' mit der Umgebung durch eine auf sie abgestimmte Färbung und Musterung und manchmal auch Formgebung, um nicht wahrgenommen zu werden.
SternitBauchplatte bzw. -segment des Abdomens
Stigmaa) allgemein: Fleck; b) Fleck am Flügelrand: Pterostigma; c) Öffnung der Tracheen: Stigmata ermöglichen Wirbellosen das Atmen; d) soziologisch: Schandmal, Makel.
subadulthalbwüchsig
Subcosta'Unterippe': die zweite Längsader des Insektenflügels gleich nach der Costa
Tarsus"Fuß" (das vierte Beinglied nach der Tibia)
Tegmen, Tegminader stärker sklerotisierte Vorderflügel (Synonym: Elytron) über dem Hinterfügel (Ala).
TergitRückenplatte bzw. -segment des Abdomens
terrestrischLand...; die terrestrische Phase ist der Zeitraum an Land nach der Laichsaison.
thermophil'wärmeliebend'; thermophile Lebewesen sind auf warme Biotope angewiesen.
ThoraxBrustsegment (zwischen Kopf und Hinterleib)
Tibia"Schiene" (das dritte Beinglied zwischen Femur und Tarsus)
Tracheaeverzweigte Kanäle, die das Gewebe insbesondere von Gliederfüßern (Arthropoda) mit Luft versorgen, die durch die Stigmen in das Tracheensystem eindringt.
Trochanter"Schenkelring" zwischen Coxa und Femur.
Tympanalorgan (Tympanalöffnung)Hör- bzw. Schallsinnesorgan vieler Insekten: von außen erkennbares "Trommelfell" (Tympanon), auf dessen Innenseite Schallrezeptoren (Scolopidien) sitzen.
Unguis, Pl. Ungues"Endkrallen"
ventralbauchseitig, bauchwärts; Gegenteil: dorsal
Vertex'Scheitel': Kopfkapsel zwischen den Facettenaugen & über/hinter der Frons (Stirn)
Wirtim übertragenen Sinne: die Nahrungsquelle eines Parasiten

Abkürzungen
Männchen, MMännchen
Weibchen, WWeibchen
BArtSchV'Bundesartenschutzverordnung' bzw. Verordnung zum Schutz wild lebender Tier- und Pflanzenarten
cf'vergleiche': zwischen Gattungsname und Art-Epitheton, wenn die Art nur unsicher zu bestimmen ist.
GLGesamtlänge
i.e.S.im enge(re)n Sinne
i.w.S.im weite(re)n Sinne
ISBNenglisch: International Standard Book Number; deutsch: Internationale Standardbuchnummer
MTB
TK 25
'Meßtischblatt', heute: TK 25. Die Detailkarte im Maßstab 1:25.000 trägt eine vierstellige Nummer plus eine Ziffer von 1 bis 4, die die Quadranten von links oben im Uhrzeigersinn durchnumeriert.
myamillion years ago: 'vor n Million(en) Jahren'
N. n.Nomen nominandum, Nomen nescio: 'Namen (noch) zu nennen bzw. unbekannt'
NSGNaturschutzgebiet
RLRote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands

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