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Rundkopfzikaden > Blutzikaden (Cercopidae)
Familie: Cercopidae Leach 1815 – "Blutzikaden" · ⧉
Die Larven der "Blutzikaden" Cercopidae leben – wie die der Schaumzikaden (Aphrophoridae) – in selbsterzeugten Schaumnestern, die sich allerdings nur an den Wurzeln ihrer Wirtspflanzen im Boden bzw. in der Bodenstreu entdecken lassen.
Ihren deutschen Namen erhielten die "Blutzikaden" aufgrund der leuchtend roten Fleckung der schwarzen Vorderflügel (Elytren). Das Ausmaß der Rotfärbung kann zwischen und innerhalb der Arten variieren, in Ausnahmefällen werden ganz schwarze Imagines gefunden. Die Arten ähneln einander, sind aber sehr unterschiedlich häufig bzw. verbreitet:
- Cercopis vulnerata ("Gemeine Blutzikade"): Diese häufigste Art zeigt am Ende der Vorderflügel zwei V-förmige rote Flecken, die sich in der Mitte treffen.
- Cercopis sanguinolenta ("Bindenblutzikade"): wärmeliebend, in Deutschland sehr selten, ebenfalls sechsfleckig.
- Cercopis arcuata ("Weinbergsblutzikade"): in Deutschland vermutlich ausgestorben, sechsfleckig.
- Cercopis intermedia: bislang in Deutschland nicht nachgewiesen, sechsfleckig.
- Haematoloma dorsata ("Kiefernblutzikade"): in Ausbreitung, anhand des roten Außenrandes der Vorderflügel identifizierbar (vierfleckig).
"Gemeine Blutzikade" – Cercopis vulnerata Rossi 1807
Die Gemeine Blutzikade (Cercopis vulnerata) wird 8,9 bis 10,5 mm lang. Die Imagines sind von Mai bis Juli/August zu beobachten.
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Gemeine Blutzikade (Cercopis vulnerata) · |
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· Gelsenberg-Mechtenberg, 03.05.2009 |
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Gemeine Blutzikade (Cercopis vulnerata) · Solingen, Ohligser Heide, 01.05.2014 |
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