Rötelmaus (Myodes glareolus)

Rötelmaus
Rötelmaus · Solingen, Wupper, 20.04.2017

Tierportrait

Artname: Myodes glareolus Pallas, 1811
Synonyma: Clethrionomys glareolus; deutsch auch: Waldwühlmaus.
Systematik: Ordnung: Nagetiere (Rodentia) > Unterordnung: Mäuseartige (Myomorpha) > Familie: Wühler (Cricetidae) > Unterfamilie: Wühlmäuse (Arvicolinae) > Gattung: Rötelmäuse (Myodes) > Art: Rötelmaus (Myodes glareolus).
Merkmale: Größe zwischen verschiedenen Populationen sehr variabel: KRL ca. 7–13,5 cm, Schwanz ca. 3–6,5 cm lang, Ohren ca. 1–1,5 cm, Gewicht 12–35 g; Fell oberseits rotbraun bis fuchsrot, manchmal gelblich, seitlich bräunlich bis graubraun, heller werdend zur grauen bis weißlichen Unterseite; Pfoten hell, schwarze Schwanzspitze; kein Geschlechtsdimorphismus.
Verbreitung: Nordspanien, Italien und Nordgriechenland bis Skandinavien, Südirland und Großbritannien bis zum Altai-Gebirge.
Lebensraum: Buchen- und Mischwälder, waldnahen Hecken, Gebüsche und Gärten, Feuchtgebiete, oft in der Nähe von Fließgewässern.
Nahrung: übers Jahr sehr vielseitig: Gräser, Kräuter, Keimlinge, Knospen, Samen, Früchte, Moose, Pilze, im Winter auch Baumrinde und gehortete Eicheln und Bucheckern, ganzjährig auch Fleisch: Insekten, Spinnen und Würmer, gelegentlich Vogeleier.
Lebensweise: dämmerungs- und tagaktiv, bei Feinddruck und innerartlicher Konkurrenz nachtaktiv.
Fortpflanzung: Mai–Juli, bei gutem Nahrungsangebot März–November, in Bergwäldern ganzjährig; 2(–3) Würfe im Leben, Tragezeit Ø 3 Wochen, 3–7 (Ø 3,5) Junge; selbständig nach ca. 3 Wochen, Geschlechtsreife der Weibchen nach frühestens 4 Wochen, der Männchen nach 8 bis 9 Wochen; Lebenserwartung Ø ca. 1,5 Jahre.
Feinde: Hunde (Rotfuchs & Wolf), Katzen (Luchs, Europäische Wildkatze, Hauskatze), Marder (Hermelin, Iltis, Mauswiesel), Eulen (Schleiereule, Waldkauz, Waldohreule, Uhu), Greifvögel (Turmfalke, Sperber, Habicht), auch Graureiher, Schwarz- und Weißstorch, Schlangen (Kreuzotter, Ringelnatter).

Die Rötelmaus kann bei massenhaftem Auftreten als Forstschädling auftreten, da sie sich im Winter auch von Baumrinde ernährt und dazu Buchen und andere Bäume und Sträucher mehrere Meter hoch entrindet. Auch das Fressen von Keimlingen kann die Waldwirtschaft beeinträchtigen. Massenvermehrung kommt aber nur all paar Jahre vor. Rötelmäuse sind auch Überträger für den Menschen lebensgefährliche Krankheiten, u. a. als Beute des Fuchses und Zwischenwirt des Fuchsbandwurmes.

Rötelmaus
Rötelmaus (Myodes glareolus) · Solingen, Wupperhang, 20.04.2017

Rötelmaus   Rötelmaus
Rötelmaus (Myodes glareolus) · 18.06.2017   Rötelmaus · Wupperhang in Solingen, 18.06.2017

Rötelmaus   Rötelmaus
Rötelmaus (Myodes glareolus) · 18.06.2017   Rötelmaus-Mahlzeit · Solingen, 18.06.2017

Rötelmaus
Rötelmaus (Myodes glareolus) · Solingen, Waldhang an der Wupper, 20.04.2017

Rötelmaus
Rötelmaus (Myodes glareolus) im Eingang ihrer Wohnung · Wupperhang in Solingen, 03.02.2019

Literatur: Verweise:

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