Unterfamilie Phycitinae
In der Familie der Zünsler (Pyralidae) werden etwa 4000 Arten in der Unterfamilie Phycitinae zusammengefaßt. Ca. 120 Arten davon kommen in Mitteleuropa vor. Phycitinae sind meist kleine Falter mit eng anliegenden gräulich, beige oder (rot)bräunlich gefärbten Flügeln. Einige Arten sind uns aus dem Haushalt, speziell der Küche bekannt, etwa Dörrobst- und Mehlmotten. Ihre Raupen sind nicht mit "Mehlwürmern" zu verwechseln: Diese sind die Larven der – unter Terrarianern beliebten – Mehlkäfer (Tenebrio molitor).
Gattung Ephestia Guenée 1845
Ephestia kuehniella (Zeller 1879) – "Mehlmotte"
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Raupe der Mehlmotte (Ephestia kuehniella), gefunden in einer Bio-Dinkel-Mehltüte: ↑ freilaufend |
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↑ zu Beginn der Verpuppung; ↓ verlassener Kokon · Solingen, 16.11.2024 |
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Gattung Plodia Guenée 1845
Plodia interpunctella (Hübner 1813) – "Dörrobstmotte"
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Die "Dörrobstmotte" ist in zwei Entwicklungsstadien wohlbekannt: als Raupe (Larve der Schmetterlinge, erkennbar an dem in Form und Farbe abgesetzten Kopf) und als
Imago (Falter):
- Raupe: 14–17 mm lang, je nach aufgenommener Nahrung weißlich, gelblich, hellrosa oder grünlich, Kopf und Nackenschild aber braun; Nahrung: Getreide(flocken), Reis, Gries, Teigwaren, Nüsse, Dörrobst, Früchtetee, Gewürze, Schokolade; Schadbild: Gespinste & Kot.
- Falter: KL 4–12 mm lang, Flügelspannweite 13–20 mm; Vorderflügel zweifarbig: vorn silber- bis beigegrau, hinten kupferrot, getrennt durch ein unterbrochenes schwarzes Band; Hinterflügel grau; Nahrung: keine (das kurze Imaginalstadium dient nur der Fortpflanzung).
- Biologie: Gelege pro Wreibchen: 200–400; Entwicklung Ei–Imago: 30–70 Tage; Generationen/Jahr: 1–4; ausdauernde Flieger, kälteempfindlich, Vermehrung nur in warmen menschlichen Gebäuden.
- Prävention: Überprüfung von Lebensmitteln bei & nach dem Kauf und während der Lagerung, diese nur in luftdichten Gefäßen und möglichst kühl; befallene Lebensmittel sicher entsorgen.
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