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Alpensalamander · Salamandra atra

Alpensalamander

Artname: Salamandra atra Laurenti 1768
Deutsch: Alpensalamander
Merkmale: GL: 10–13 cm; Nominatform schwarz mit gelegentl. Übergängen ins Bräunliche oder Gräuliche, Unterseite bleigrau; im Vergleich zum Feuersalamander zierlich, Rumpfseiten quergefurcht; flacher Kopf mit breiter Schnauze, großen Augen und markanten Ohrdrüsen (Parotiden); seitlich des Rückgrats drüsenreiche Warzenreihen; Schwanz kaum halb so lang wie Gesamtlänge, fast viereckig, spitz, mit Längsrinne auf der Unterseite. W.: Kloake spitzwinklig in diese Rinne verlaufend; M.: Kloake im rechten Winkel zum Schwanz.
Verbreitung: Alpen und Balkan (Südslowenien über Kroatien bis Albanien); in Deutschland im Süden Baden-Württembergs und Bayerns.
Lebensraum: alpin, niedrige Temperaturen mit hohen Niederschlägen; Kalkböden mit Mischwäldern, Schluchten und Bachtobel.
Fortpflanzung: streng vivipar (Metamorphose im Mutterleib), daher unabhängig von offenen Gewässern; Paarungen mehrmals jährlich, vor allem Mai–Juni, Geburt der Jungen vor allem Juni–Juli.
Aktivitäten: je nach Höhe max. ein halbes Jahr aktiv, vorwiegend 4–8 Uhr früh.
Nahrung: Insekten, Würmer, Spinnen.

Der Alpensalamander ist der etwas unscheinbare "kleine Bruder" des Feuersalamanders. Interessant ist die Entwicklung nur eines Embryos in jeder Uterushälfte auf Kosten der anderen Eier, die zu einem Nährbrei zerfallen (intrauteriner Kannibalismus bzw. Oophagie = 'Eierfressen'). Die Larve kann daher geschützt im Uterus heranwachsen und auch die Wandlung in den fertigen Salamander (Metamorphose) durchmachen. Durch seine Viviparie (Lebendgebären) ist der Alpensalamander an das wasserarme kühle Hochgebirge angepaßt und kommt daher nur in den Alpen und den Gebirgsregionen des Balkans vor, dort in zwei Unterarten: Salamandra atra prenjensis und S. atra aurorae. Auch im abgelegenen Lebensraum ist der Alpensalamander allerdings nicht sicher:

Die erste Gefährdung bewirkte nach dem II. Weltkrieg die intensivierte Forstwirtschaft auch in den Tobeln (Hangeinschnitten) der Hochgebirge: Kahlschläge und Fichtenaufforstung zerstören die natürlichen lichten und vegetationsreichen Mischwaldbiotope, die Habitate der Alpensalamander. Hinzu kommt auf immer neuen Forst- und Zufahrtswegen ein zunehmender Verkehr, der immer mehr touristischen und sportlichen Zwecken (etwa Mountainbiking) dient und diesen Lurch zum Opfer einer ausufernden Wohlstands- und Spaßgesellschaft macht.

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