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Fadenmolch · Triturus helveticus

 Fadenmolch

Artname: Triturus helveticus (Razoumowsky 1789)
Deutsch: Fadenmolch, Leistenmolch, Schweizermolch
Unterarten: Triturus h. helveticus, Triturus h. sequeirai, Triturus h. punctillatus
Merkmale: mit bis 8,5 cm GL die kleinste Molchart, ähnelt Teichmolch; gelb bis braun mit verschiedener Musterung; Kopf mit dunklem waagerechtem Strich vom Nasenloch durchs Auge bis zum Hals; Kehle weißlich bis hellrosa; Flanken nach unten heller, unten weißlich, Bauch gelblich. M. mit beidseitiger Hautleiste, die den Rücken von den Flanken absetzt und dem Körper ein kantiges Aussehen verleiht; Körperseiten grob gefleckt; Rücken & Schwanz im Wasser mit Saum; Kloake sehr dunkel, in der Paarungszeit halbkugelig; Schwanz mit zwei Reihen dunkler Flecken, im Wasser mit 4–8 mm langem Schwanzfaden (Name!). W. viel heller und einfarbiger bzw. viel feiner gefleckt als M., mit gelblichweißem vertikalen Strich am Becken und heller (bauchfarbener) Kloake. Neotenie relativ selten.
Verbreitung: Westeuropa: Nordspanien über Frankreich, Schweiz und Belgien nach Westdeutschland und Großbritannien.
Lebensraum: maritimes Klima (feucht mit mäßigen Temperaturschwankungen), vor allem Laub- und Mischwälder im Hügel- & Bergland.
Fortpflanzung: ovipar (eierlegend, Metamorphose im Wasser), Wanderung zum Laichgewässer evtl. schon ab 5°C bzw. Mitte Februar, meist aber erst ab 9°C bzw. März/April, M. etwas vor den W.
Aktivitäten: aquatisch März/April–Juli/August, terrestrisch Mai–Anfang Oktober; verstärkte Wanderungen bei hoher Luftfeuchte.
Nahrung: im Wasser z. B. Amphibieneier, Froschlarven, Wasserflöhe, Mückenlarven und alle anderen Kleintiere; an Land Würmer und Nacktschnecken, weichhäutige Insekten, Asseln und Spinnen.

Der Fadenmolch ist eine westmitteleuropäische Art, die in Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt (Harz) kaum und in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin fehlt. In Nordportugal und Nordwestspanien kommt die Unterart T. h. sequeirai und in Nordspanien T. h. punctillatus. Die Art bevorzugt maritimes Klima, ist also auf ein feuchtes Mikroklima ohne größere Temperaturextreme angewiesen. In der aquatischen Phase (März–Juni) besiedelt T. helveticus teilschattige kühle und klare, unbelastete Stillgewässer, also Quelltümpel, Tümpel und Teiche, Gräben, Wegerinnen und Radspuren etc. Typische Landhabitate (Mai–Oktober) sind lichte Laub- und Mischwälder und sehr vegetationsreiche Saumbiotope, Hochstaudenfluren und feuchte Senken. Tagesverstecke und Winterquartiere finden Fadenmolche in Gesteinsspalten, unter Steinen und Totholz, in Wurzelballen und Nagerbauten.

Fadenmolchweibchen legen ca. 400 Eier, meist an Wasserpflanzen. Je nach Wassertemperatur schlüpfen die Larven nach 16–28 Tagen und sind dann 6–12 mm lang. Nach weiteren 1–3 Tagen beginnt die Kaulquappe, Kleinstlebewesen zu jagen. Die Metamorphose zum fertigen Molch ist im Hochsommer, manchmal erst im Fühherbst (Mitte Juli–Mitte Oktober) abgeschlossen. Die Geschlechtssreife beginnt mit zwei Jahren, nach 4–6 Jahren ist das Lebensende erreicht, ausnahmsweise auch mit 18 Jahren.

Fadenmolch   Fadenmolch
Fadenmolch (Triturus helveticus): ... ... · S., 00.00.2009

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