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Bergmolch · Triturus alpestris

 Bergmolch

Artname: Triturus alpestris (Laurenti 1768)
Deutsch: Bergmolch, Alpenmolch, selten: Feuermolch.
Merkmale: gedrungen, bunter als andere Molcharten. M.: glatte Haut, oberseits dunkel- bis leuchtendblau mit dunkler Marmorierung, von den Hals- & Kopfseiten über die Flanken bis zur Kloake silbrigweiß mit runden schwarzen Flecken, untere Schwanzhälfte hellblau & grob gefleckt, Bauch einfarbig dunkelorange bis korallenrot; auffällige halbkugelige Kloake; im Wasser mit niedrigem ungezacktem hellem Hautsaum vom Nacken bis zum Schwanz (Ober- und Unterkante). W.: feinkörnige Haut, oberseits graublau, grünlich oder bläulich, meist deutlich marmoriert, von den Kopfseiten und der Kehle über die unteren Flanken bis zur Kloake aufgehellt und wie beim M. gefleckt, Bauch orange; flache Kloake; ohne Rückensaum, im Wasser aber wie beim M. mit Schwanzsaum oben und unten. An Land ist die Färbung beider Geschlechter stark verblaßt und schwärzlich. Temporäre oder partielle Neotenie ist nicht selten, (Teil-) Albinismus & Flavismus sind häufig.
Verbreitung: Mittel- und Osteuropa: Nordspanien, Mittel- & Nordfrankreich über Belgien & Schweiz, West- und Süddeutschland bis Rumänien, Balkan, Griechenland und Norditalien; häufig.
Lebensraum: waldige Hügel- & Mittgebirgslandschaften mit kleinen bis mittelgroßen und in der Regel nicht austrocknenden Gewässern und mit Feuchtwiesen mit Tagesverstecken (Totholz, Steine, Moos etc.) bis über 1 km vom Laichgewässer.
Fortpflanzung: ovipar (eierlegend, Metamorphose im Wasser), Wanderung zum Laichgewässer schon ab Ende Februar / Anfang März ab 6°C; nach zweiwöchiger Regenerierung, Anpassung der Hautstruktur und Nahrungsaufnahme suchen die M. ein W.; der Fortpflanzungserfolg hängt vermutlich von einer Mindestdauer der Überwinterung ab.
Aktivitäten: aquatisch März–Juni, in freiem Wasser mäßig guter Schwimmer (schlechter als Faden- und Teichmolche), tagaktiv; terrestrisch Mitte/Ende Februar–Anfang März & Mai–Anfang Oktober, bis ca. 400 m vom Laichgewässer, ortstreu, dämmerungs- & nachtaktiv.
Nahrung: Mückenlarven & andere Insektenlarven, Wasserflöhe, Regenwürmer, Molch- und Froschlaich & -larven etc.

Der Bergmolch ist mit seinem leuchtendroten Bauch und seiner marmorierten Oberseite nicht nur besonders hübsch, er ist in Deutschland und Frankreich auch der häufigste Molch, da er ist flexibel genug ist, neue Habitate zu besiedeln, wenn diese für ihn erreichbar sind. Ein ausreichend dichtes Netz von Laichgewässern ist deshalb die wichtigste Schutz- und Ausgleichsmaßnahme für die vielen Kleingewässer, die vor allem an Waldrändern und in Feuchtwiesen bereits zerstört wurden. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen:

Bergmolch (Triturus alpestris)   Bergmolch (Triturus alpestris)
Bergmolch (Triturus alpestris)   Überquerung einer Straße · Münster, 26.09.2004

Bergmolch (Triturus alpestris)   Bergmolch (Triturus alpestris)
Bergmolch (Triturus alpestris) auf der Hand   Am Versteck in einem Schuppen, 19.06.2003

Bergmolch (Triturus alpestris)
Bergmolch-Paar (Triturus alpestris) in einem alten Schuppen · Solingen, 19.06.2003

Bergmolch (Triturus alpestris)   Bergmolch (Triturus alpestris)
Bergmolch (Triturus alpestris) auf der Hand   Triturus alpestris · Wuppertal, 12.05.2011

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