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Ringelnatter · Natrix natrix

Ringelnatter
Ringelnatter (Natrix natrix) · Wuppertal, 12.05.2011

Artname: Natrix natrix (Linnaeus 1758)
Deutsch: Ringelnatter
Merkmale: Männchen 70–75 cm, Weibchen 85–90 cm lang. Deutlich abgesetzter ovaler Kopf mit großen Augen und runden Pupillen. Schuppen grau bis grau-bläulich, manchmal mit Rücken- und Seitenflecken; am Hinterkopf beidseitig je einen weißlichen oder gelblichen schwarz umrandeten "Halbmond". Unterseite weißlich bis gelblich, schwarz gefleckt.
Verbreitung: fast ganz Europa (außer Irland, Scottland, Nordnorwegen und Westschweden), Nordafrika und Westasien
Lebensraum: Kleine und größere Gewässer mit viel Ufervegetation, feuchte Wiesen. Stellenweise auch im Gebirge bis 2400 m.
Nahrung: Frösche, Kröten und Lurche (außer Unken und Feuersamandern) und ihre Kaulquappen sowie Fische.
Lebensweise: Tagaktiv, vor allem morgens und nachmittags. Schwimmt und taucht gut. Winterschlaf September/Oktober bis Ende März in Erdhöhlen und Baumstümpfen, oft mit Artgenossen. Paarung ab Mai, Eiablage (ca. 30, selten bis über 100) im Juli oder August, gerne in verrottenden Schilf-, Laub-, Sägemehl oder Misthaufen. Schlupf nach 60–75 Tagen, die Jungschlangen sind dann schon 15–22 cm lang.

Die Ringelnatter ist von den wenigen heimischen Schlangen die häufigste, aber häufig ist sie nur noch an den wenigsten Stellen. Der Grund für ihre Bestandsrückgänge wird klar, wenn man sich ihr typisches Habitat vor Augen führt: Weiher und Seen sind vielerorts dem Freizeitdruck des Menschen ausgesetzt, Schilfgürtel und Sumpfzonen mußten Promenaden und Straßen oder Bootsliegeplätzen mit Mauern und Rasengürtel weichen. Stellen Sie sich nun zum Vergleich einen Spaziergang auf einem schmalen leisen Pfad entlang eines stark bewachsenen Ufers vor, wo von einer sonnigen Stelle zwischen Gebüsch oder Bäumen plötzlich eine Ringelnatter ins Wasser gleitet ... der Unterschied könnte kaum größer und großartiger sein.

Ringelnatter   Ringelnatter
Junge Ringelnattern; Darß (Ostsee), August 2004 Schwimmende Ringelnatter · "Marx´scher Weiher"
bei Altrip (RDP), 3.8.2005 (N. Roller, www.kacr.de)

Tote Ringelnatter   Ringelnatter
Tote Ringelnatter · Sandgrube Liethen, 04.05.2008 Ringelnatter (Natrix natrix) · Wuppertal, 12.05.2011

Flüchtende Ringelnatter   Flüchtende Ringelnatter
Kaum ist die Ringelnatter entdeckt, flüchtet sie. Natrix natrix · Wuppertal, 12.05.2011

Ringelnatter + Blindschleiche
Ringelnatter + Blindschleiche (Anguis fragilis) hatten sich unter einer Folie versteckt · W'tal, 12.05.2011

Schutzmaßnahmen:
Man sollte also auf kommunaler Ebene alles unternehmen, um die wenigen verbleibenden Feuchtbiotope zu erhalten. In den Randlagen unserer Dörfer und Städte können wir der Ringelnatter auch abseits von Gewässern noch in Gärten begegnen, weil sie gerne Kompost- und Misthaufen zur Eiablage nutzt: Die Verrottung organischer Abfälle produziert bekanntlich Wärme, die die kleinen Schlangen zur Entwicklung in ihren Eiern brauchen.
    Daraus folgt, daß ein solcher Haufen von Mai bis September nicht umzusetzen ist, wenn der Verdacht besteht, daß hier Schlangeneier ausgebrütet werden. Mit Umsicht und Verantwortungsbewußtsein kann so ein wenig wiedergutgemacht werden, was der belebten Natur in unserer ehemals so reichen Landschaft angetan wurde.

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